"Soziale Medizin" 2/06: FMH-Präsident kritisiert bürgerliche Parteien
FMH-Präsident Jacques de Haller übt deutliche Kritik an den Mitte-Rechts-Parteien: "Es ist eine Tatsache, dass die bürgerlichen Parteien in der Gesundheitspolitik Positionen vertreten, die mit denjenigen der Ärzteschaft nicht kompatibel sind", sagt de Haller im Interview mit der Zeitschrift "Soziale Medizin". Die Ärzteschaft sei nicht bereit, "die Gesundheitsversorgung den Gesetzen des Markts zu überlassen und eine Zweiklassenmedizin einzuführen", so de Haller.
Auch mit den Krankenkassen geht de Haller ins Gericht: Eine Einschränkung der freien Arztwahl, wie sie die Krankenkassen anstreben, sei nicht hinnehmbar. Das heutige System der Kopfprämien in der Grundversicherung bezeichnet der FMH-Präsident als "Auslaufmodell".
Weitere Schwerpunktthemen in der aktuellen Ausgabe der "Sozialen Medizin": Der Entwurf zum Bundesgesetz über Forschung am Menschen, eine Reportage aus der Südosttürkei und eine medizinische Bestandesaufnahme in Sachen Krebs mit Franco Cavalli.
Soziale Medizin, Ausgabe 2.06, Einzelnummer Fr. 21.-, Homepage
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